Definition: Was ist Walking?
Walking ist ein flottes bis schnelles Gehen mit spezieller Technik, die sich von der olympischen Disziplin, aber auch vom alltäglichen „Gehen“ deutlich unterscheidet.Man kennt die folgenden Varianten:
- Gesundheitswalking (geringes Tempo)
- Herz-Kreislauf-Walking (moderates Tempo)
- Fitnesswalking (schnelles Tempo)
- Powerwalking (sehr schnelles Tempo)
Ursprung: Woher kommt Walking?
Dort wurden die teilweise riesigen Einkaufszentren (engl. „shopping malls“) als klimatisierte, wind- und regengeschützte Laufstrecken entdeckt.
Insbesondere Angestellte der „malls“ drehten dort in den Mittagspausen ihre Runden, teilweise im vollen Business-Outfit, allerdings bereits ergänzt durch spezielle Walkingschuhe.
Später wurde aus dem „mall walking“ das uns bekannte Walking im Freien.
Anfang der 90er Jahre schwappte die Walkingwelle nach Deutschland über und wurde insbesondere von den Sportwissenschaftlern begeistert als ideale Alternative zum Laufen oder Jogging angenommen.
Nutzen: Welche Vorteile bietet Walking?
- Verbrennt ca. 280 kcal pro Stunde (allerdings abhängig von Strecke, Kondition, Körpergewicht etc.)
- Gelenkschonender als Laufen / Joggen – keine Sprungphase!
- Gefahr der Überanstrengung, Verletzung o. ä. im Vergleich zum Laufen / Joggen minimal
- Ideal auch für Untrainierte (Anfänger oder Wiedereinsteiger), Übergewichtige, Senioren, Menschen mit Gelenkschäden, verletzte Läufer (nach Rücksprache mit dem Arzt)
- Training ist das ganze Jahr und bei jeder Witterung möglich
- Technisch einfacher als Nordic Walking
- Es werden keine Stöcke benötigt
- Ist einzeln, aber auch in Gruppen möglich
- Walking verbessert die Herz- und Kreislaufleistung
- ist unter qualifizierter Anleitung durch einen geschulten Trainer schnell erlernbar
- und vor allem: Walking macht enormen Spaß!
Ausrüstung: Was benötige ich?
- Geeignete Schuhe – grundsätzlich kommen eigentlich alle Schuhe für Walking in Frage, die bequem sitzen, einen guten Halt bieten, rutschfest sind und in denen längere Strecken ohne Probleme zu bewältigen sind; denkbar sind z. B. spezielle Walking / Nordic Walking Schuhe oder auch Joggingschuhe mit angepasstem Profil; unsere Empfehlung: Lassen Sie sich hier im Fachhandel ausführlich beraten
- Geeignete Kleidung: Alles was leicht, bequem und dem Wetter entsprechend angepasst ist; ideal ist Kleidung aus Multifunktionsfaser (atmungsaktives Material), diese kann „in Zwiebeltechnik“ übereinander getragen werden, z.B. Unterhemd, Shirt, Pulli und / oder Jacke. Schweiß wird durch die Fasern nach außen abtransportiert, der Körper bleibt trocken und angenehm warm; auch hier empfehlen wir Beratung im Fachhandel
- Reichlich Tipps, auch zum Geldsparen, gibt es natürlich hier auch wieder in unseren Kursen
Technik: Wie wird Walking richtig durchgeführt?
Diese Fehler wirken sich im „besten Fall“ nur „optisch“ aus – jeder hat diese teilweise etwas eigenartigen Walking-Techniken im Park oder im Wald schon gesehen.
Im schlimmsten Falle aber beeinträchtigen Sie mit einer falschen Technik evtl. sogar Ihre Gesundheit – z. B. durch Verspannungen, Verletzungen uvm.
Jeder der zuerst „im Selbststudium“ versucht hat, Walking oder Nordic Walking zu lernen, und anschließend einen qualifizierten Kurs besucht hat weiß, was gemeint ist – dies ist auch dem Autor dieser Zeilen passiert.
Unsere Empfehlung hierzu: Nehmen Sie einen Anfängerkurs bei einem lizensierten Trainer vor Ort – es lohnt sich in jedem Fall!
Auch hier der Vollständigkeit halber einige Aspekte und Tipps zum technischen Bewegungsablauf; in den Kursen werden Sie auch hiervon nahezu nichts merken – sie sind so geführt, dass Sie ohne Theorie und Text praxisgerecht sehr leicht und in kurzer Zeit an die Technik herangeführt werden.
- Die Fersen werden bei leicht gebeugtem Knie auf den Boden aufgesetzt
- Die Füße werden über die ganze Sohle abgerollt
- Die Fußspitzen zeigen in Gehrichtung
- Die Arme sind im 90°-Winkel angewinkelt und werden seitlich am Körper aktiv mitgeschwungen – sie bestimmen im Wesentlichen das Tempo
- Arme und Beine werden gegengleich bewegt (linkes Bein vorne, rechter Arm vorne und umgekehrt)
- Die Schultern hängen locker nach hinten unten
- Der Brustkorb wird beim Atmen angehoben, das Atmen ist bewusst und gleichmäßig
- Der Blick ist nach vorne gerichtet, nicht zum Boden


